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Wenn die Kleinen kränkeln: Hand-Mund-Fuß-Krankheit und Herpangina verstehen

Hand-Mund-Fuß-Krankheit & Herpangina: Ein Ratgeber für Eltern

Ein turbulenter Sommer oder Frühherbst: Wenn Viren im Kindergarten lauern

Wenn die Temperaturen steigen oder der Herbst beginnt, bemerken viele Eltern in der Kita oder Schule eine Häufung von Infektionen. Oft sind es zwei Erkrankungen, die sich sehr ähnlich sehen, aber unterschiedliche Schwerpunkte setzen: die Hand-Mund-Fuß-Krankheit und die Herpangina. Beide werden meist durch Coxsackie-Viren ausgelöst und sind hochgradig ansteckend. Auch wenn es für Sie als Eltern besorgniserregend sein mag, wenn Ihr Kind plötzlich Fieber bekommt oder die Nahrungsaufnahme verweigert, gibt es eine gute Nachricht: In den meisten Fällen verlaufen diese viralen Infekte harmlos und heilen von selbst ab.

In der Loewen Apotheke wissen wir, dass die Sorge um die Gesundheit des Kindes oft mit Stress einhergeht. Wir möchten Ihnen helfen, die Symptome besser einzuordnen, damit Sie gelassener durch diese Phase navigieren können.

Die Unterschiede: Hand-Mund-Fuß-Krankheit vs. Herpangina

Obwohl beide Erkrankungen durch ähnliche Viren verursacht werden, gibt es feine Unterschiede in der Ausprägung der Symptome, die Ihnen bei der Orientierung helfen können:

  • Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Hier zeigt sich das typische Bild aus kleinen Bläschen an den Handflächen, den Fußsohlen und oft auch an den Beinen. Zusätzlich sind die Schleimhäute im Mund- und Lippenbereich betroffen. Sobald diese Bläschen aufplatzen, können sie schmerzhaft sein.
  • Herpangina: Bei dieser Form konzentriert sich der Befall primär auf den hinteren Rachenraum, insbesondere auf den weichen Gaumen und die Mandeln. Ein charakteristisches Merkmal ist das Fehlen von Hautausschlägen an Händen und Füßen. Oft geht die Herpangina mit einem rascheren Anstieg von Fieber und starken Halsschmerzen einher.

Häufig treten auch Begleiterscheinungen wie allgemeine Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder leichte Magen-Darm-Beschwerden auf. Da die Viren sehr ansteckend sind, sollten Sie bedenken, dass eine Ansteckung bereits möglich ist, bevor die ersten sichtbaren Symptome auftreten.

Was Sie als Eltern tun können: Sanfte Unterstützung im Alltag

Da es sich um virale Infekte handelt, gibt es keine spezifische medikamentöse Heilung – das Immunsystem Ihres Kindes erledigt die Arbeit meist innerhalb von ein bis zwei Wochen selbstständig. Dennoch können Sie die Situation für Ihr Kind angenehmer gestalten:

Nahrungsaufnahme fördern: Da die Entzündungen im Mundraum oft schmerzhaft sind, fällt das Essen und Trinken schwer. Versuchen Sie es mit kühler, weicher Kost (wie Joghurt oder Brei) und vermeiden Sie säurehaltige oder salzige Speisen, die die Schleimhäute reizen könnten. Kalte Getränke oder Eis können bei Halsschmerzen oft eine wohltuende Linderung verschaffen.

Ruhe und Schonung: Ein infiziertes Kind benötigt viel Schlaf und Ruhe. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich körperlich nicht zu sehr anstrengt, während das Fieber abklingt.

Hygiene als Schutz: Um eine Ausbreitung in der Familie zu minimieren, ist regelmäßiges Händewaschen essenziell. Auch wenn die Viren nach dem Abklingen der sichtbaren Symptome noch eine Weile über den Stuhl ausgeschieden werden können, hilft konsequente Hygiene dabei, den Kreislauf der Ansteckung zu durchbrechen.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Dr. Anna Schneider
Medizinisch geprüft von Dr. Anna Schneider Approbierter Apotheker

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