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Die Achillessehne im Fokus: Wenn Bewegungsfreiheit verloren geht

Achillessehne: Zwischen Achillodynie und dem Sehnenriss

Die Achillessehne: Ein Kraftpaket mit hoher Belastung

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne unseres Körpers. Sie fungiert als entscheidendes Bindeglied zwischen der Wadenmuskulatur und dem Fersenbein. Bei jedem Schritt, den wir machen, leisten wir enorme mechanische Arbeit: Während die Wadenmuskulatur kontrahiert, überträgt die Sehne diese Kraft auf die Ferse und hebt unseren Fuß vom Boden ab. Dabei wirken oft enorme Zugkräfte auf das Gewebe, die bis zu 4.000 Kilonewton betragen können. Um diese enorme Reibung abzufedern, ist die Sehne von einem speziellen Gleitgewebe und schützenden Schleimbeuteln umgeben.

Doch diese enorme Leistungsfähigkeit hat ihren Preis. Insbesondere bei Sportarten wie Fußball, Tennis oder beim Laufen kommt es zu einer wiederkehrenden, hohen Belastung. Dies kann über die Jahre zu einer schleichenden Schwächung des Gewebes führen – einem Prozess, den wir als Degeneration bezeichnen. Das Tückische daran: Diese Veränderung verläuft oft völlig schmerzlos, bis es zu einem plötzlichen Ereignis kommt.

Achillodynie: Wenn die Sehne Warnsignale sendet

Bevor es zu einer schwerwiegenden Verletzung kommt, äußern viele Menschen Beschwerden, die wir als Achillodynie bezeichnen. Es handelt sich dabei um Schmerzen im Bereich der Achillessehne, die oft durch Entzündungsprozesse im Sehnengewebe, im Gleitgewebe oder an den Schleimbeuteln entstehen. Typische Anzeichen können sein:

  • Schmerzen zu Beginn oder nach einer Belastung (z. B. beim Treppensteigen oder Laufen).
  • Eine tastbare Verdickung oder Rötung im Bereich der Sehne.
  • Schmerzen, die beim Barfußlaufen zunehmen, sich aber durch Schuhe mit einer leichten Absatzhöhe lindern lassen.

Häufige Auslöser für solche Überlastungserscheinungen sind unpassendes Schuhwerk, unebenes Terrain oder Fehlstellungen wie ein Senkfuß oder eine instabile Sprunggelenksstellung. Wenn diese Warnsignale ignoriert werden, können die Beschwerden chronisch werden. Es ist daher ratsam, bei ersten Anzeichen von Schmerz eher vorsichtig zu agieren und die Belastung schrittweise anzupassen.

Der Achillessehnenriss: Wenn es plötzlich „Knall“ macht

Ein kompletter Riss der Achillessehne ist ein akutes Ereignis, das oft mit einem plötzlichen, peitschenhiebartigen Geräusch oder einem Gefühl, als sei man getreten worden, einhergeht. Betroffene verspüren oft einen stechenden Schmerz, gefolgt von einer Schwellung im Bereich der Wade und der Achillessehne. Ein deutliches Warnsignal ist, wenn das Abspreizen der Zehen (Zehenstand) nicht mehr möglich ist oder sich eine Delle in der Sehne tasten lässt.

Ein solcher Riss kann durch eine extreme Belastungsspitze beim Sprinten oder Sprung ausgelöst werden, wenn das Gewebe bereits vorgeschädigt ist. Auch andere Faktoren wie Diabetes, rheumatische Erkrankungen oder die langfristige Einnahme von Kortison können die Struktur der Sehne beeinflussen und das Risiko erhöhen. In der Regel ist eine medizinische Abklärung unumgänglich, wobei moderne Therapieformen – sowohl operativ als auch konservativ – eine Wiederherstellung der Beweglichkeit in der Regel innerhalb von drei bis vier Monaten ermöglichen.

Prävention und Vorsorge: So schützen Sie Ihre Beweglichkeit

Die gute Nachricht ist, dass viele Probleme der Achillessehne durch Achtsamkeit und die richtige Unterstützung vermieden oder abgemildert werden können. Wenn Sie merken, dass Ihre Achillessehne nach ungewohnten Belastungen reagiert, kann Schonung und gezielte Entlastung helfen, Entzündungen im Keim zu ersticken. Achten Sie zudem auf stabiles Schuhwerk, das Ihre Fußstellung unterstützt.

Sollten Sie unter wiederkehrenden Schmerzen leiden, empfehlen wir Ihnen, frühzeitig auf die Signale Ihres Körpers zu hören. Eine professionelle Diagnose – etwa durch Ultraschall – kann schnell Klarheit schaffen. Wir bei der Löwen Apotheke sind für Sie da, um Sie bei der Auswahl der passenden unterstützenden Maßnahmen zu beraten, damit Sie wieder sicher und schmerzfrei durch das Leben gehen können.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die typischen Anzeichen für eine Achillessehnenentzündung?

Häufig treten Schmerzen beim Treppensteigen oder nach sportlicher Betätigung auf. Zudem können die Sehne anschwellen, sich verdicken oder druckempfindlich sein.

Wie fühlt sich ein Achillessehnenriss an?

Viele Betroffene beschreiben ein plötzliches, knallendes Geräusch (wie ein Peitschenhieb) und einen stechenden Schmerz. Oft ist das Anheben der Zehen nicht mehr möglich.

Welche Sportarten bergen ein höheres Risiko?

Sportarten mit schnellen Richtungswechseln oder explosiven Bewegungen wie Fußball, Tennis oder Sprints bergen ein höheres Risiko für Belastungsspitzen.

Was kann ich bei leichten Schmerzen tun?

In der frühen Phase können Schonung, Kühlung und das Tragen von Schuhen mit leichter Absatzhöhe helfen, die Belastung zu reduzieren.

Dr. Anna Schneider
Medizinisch geprüft von Dr. Anna Schneider Approbierter Apotheker

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